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Kaiserplatz

 




Luftbild des Kaiserplatzes, vermutlich von 1927


Als Kaiserplatz wurde früher der Bereich der heutigen Goethestraße zwischen Germaniastraße und Murhardstraße bezeichnet. 1938 wurde der Kaiserplatz in Skagerrakplatz umbenannt.

 

Ursprünglich sollte der Kaiserplatz das Pendant zum Königs­platz werden. 1898 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Der Kaiserplatz sollte zum geschäftlichen Zentrum des Kasseler Westens oder gar der Gesamtstadt werden, bis dahin standen lediglich die Häuser Nr. 15, 30 und 32. Das Wett­bewerbsergebnis sah für den Kaiserplatz ein Reithaus, eine Badeanstalt, ein Theater und Konzertsaal, außerdem zwei Hotels, Cafes, Restaurants, elegante Läden und ein Kaufhaus vor. Die Erdgeschosse der Gebäude waren für geschäftliche Zwecke vorgesehen, sollten aber vorerst als Wohnungen ge­nutzt werden, bis sich der Bedarf zeigt.

 

Realisiert werden konnten diese Pläne allerdings nicht. Im Jahre 1967 wurde die letzte seit Beginn bestehende Baulücke mit dem Gebäude der Gartenbau-Berufsgenossenschaft (Goethestraße 27) bebaut. Ein Fragment blieb auch immer die Bebauung des Areals der ehemaligen Hupfeldschen Radfahr­lehrbahn im südwestlichen Bereich der Kreuzung mit der Querallee (heute Fahrradgeschäft Edelmann, Goethestraße 39).

 




Der Musikpavillon

Auf dem Kaiserplatz befand sich ein Musikpavillon, wo sonntags Konzerte stattfanden. Der Musikpavillon wurde vermutlich 1906 von dem Bauunternehmer Moritz Bollmann gestiftet. 

 

Vom 07. bis 09. Juli 1934 wurde in Kassel der 5. Deutsche Reichskriegertag durchgeführt. Hierfür wurde auf der gesamten Länge des Kaiserplatzes eine Tribüne errichtet, „auf der die Führung des Kyffhäuserbundes und die Ehrengäste des Reichskriegertages den Vorbeimarsch der 200 000 alten Krieger“ (Kasseler Zeitung vom 20.06.1934) abgenommen haben. Dazu wurden der Musikpavillon abgerissen und zahlreiche Bäume auf dem Platz gefällt.

 








Musikpavillon und der Abriss 1934