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11 Frauen aus 11 Jahrhunderten

Es hat lange gedauert, aber nun wird der Platz der 11 Frauen seinem Namen gerecht: Nach vielen Jahren Vorlauf wurde die Skulptur „11 Frauen – 11 Jahrhunderte“ von Linda Cunningham fertig gestellt. Das mit tatkräftiger Unterstützung des Kassel-West e.V. realisierte Kunstwerk würdigt elf bedeutende Frauen der Kasseler Stadtgeschichte.

Die Idee für die Skulptur „11 Frauen – 11 Jahrhunderte“ geht auf das 1100-jährige Kasseler Stadtjubiläum im Jahr 2013 zurück. Damals zeigte ein Projekt die Leistungen und Verdienste von elf bedeutenden Frauen auf, die in den letzten elf Jahrhunderten in Kassel tätig waren: Landgräfin Anna von Hessen, Herzogin Elisabeth von Mecklenburg, Gertrude Elisabeth Mara, Louise von Bose, Malwida von Meysenbug, Sophie Henschel, Auguste Förster, Luise Greger, Sara Nussbaum, Dr. Elisabeth Selbert und Christine Brückner.

An das damalige Projekt anknüpfend, hat die New Yorker Künstlerin Linda Cunningham eine Skulptur entworfen, die das Wirken der elf Frauen verdeutlicht. Auf sechs beidseitig bedruckten trapezförmigen Glasflächen werden die elf Frauen in ihrem Wirken für die Gesellschaft kurz beschrieben. Die splitterartig gezackten und unterschiedlich großen Glastafeln stehen in der Grünfläche südlich der Friedrich-Ebert-Straße, unter dem großen Baumbestand. Sie sind aus den umgebenden Straßen und Wegen gut zu sehen und ergeben interessante Blickbeziehungen.

Vor rund drei Jahren hat der Kassel-West e.V. die technische Betreuung des Kunstwerkes übernommen. Daraus wurde schnell ein größeres Bauvorhaben. Nicht nur brauchte die Skulptur eine solide Konstruktion. Von Denkmalschutz bis Kampfmittelbeseitigung mussten die verschiedensten Aspekte ingenieurmäßig durchdacht und organisiert werden. Viel Engagement von vielen Beteiligten (mindestens elf, darunter auch einige Männer) war notwendig, um das Kunstwerk zu realisieren. Hervorzuheben sind für die Konzeption Linda Cunningham mit ihrer Mitarbeiterin Sabine Schumacher, für Initiative und Spendensammlung Dr. Ute Giebhardt vom Frauenbüro der Stadt Kassel, für die Städtebauförderung Fabian Schäfer, für die Fundamente das Umwelt- und Gartenamt mit Ludger Röken, das Statikbüro Clobus für Gründung und Fundamentplatte, das Statikbüro ‚Stahlklar’ für die Stahl-Glas-Konstruktion sowie das Büro für Architektur und Stadtplanung (BAS) für Entwurf, Ausführungsplanung und Bauleitung. Die Ausführung der Stahl- und Glasarbeiten erfolgte und erfolgt durch die Firma Glas-Hanelt aus Kassel. Die entscheidende Rolle bei der Mittelverwaltung wurde vom Kassel-West e.V. übernommen. Und der Vereinsvorsitzende Holger Möller hat die Konstruktion entworfen, den Bau geleitet und jede Menge Probleme gelöst.