Weitere Stolpersteine im Vorderen Westen
Mit vier neuen Stolpersteinen erinnert der Verein Stolpersteine in Kassel an jüdische Menschen, die einst jahrelang im Vorderen Westen lebten. Zu der feierlichen Einweihung dieser Steine am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, lädt der Verein herzlich ein.
11.30 Uhr für Margarethe und Alfred Krauss
Parkstraße 30
Alfred Krauss war als Bauingenieur einer wenigen jüdischen Beamten in Kassel und arbeitete bis zu seiner Pensionierung 1919 bei der Eisenbahndirektion an der Kölnischen Straße. Er starb, bevor er von den Nazis deportiert werden konnte. Seine Frau entging diesem Schicksal nicht und kam in Theresienstadt ums Leben.
12.30 Uhr für Margarete und Walter Bacher
Wilhelmshöher Allee 40
Walter Bacher war Lehrer an der jüdischen Schule und Kantor der Gemeinde. Nachdem seine Frau bereits gestorben war, deportierte man ihn 1941 ins Ghetto Riga. Hier unterrichtete er weiterhin unter widrigsten Bedingungen Kinder und ermöglichte religiöses Leben. Über das KZ Stutthof 1944 in ein Außenlager des KZ Buchenwald verlegt, erlag er den dort herrschenden katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Ausführlich werden die Lebensgeschichten bei den Verlegungen vorgestellt."


