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Förderprogramm Aktive Kernbereiche Friedrich-Ebert-Straße 2008-2019

Anlass für ein Förderprogramm im Quartier Friedrich-Ebert-Straße war seine Negativentwicklung spätestens ab Ende der 1990er-Jahre. Die Ursache für die Negativentwicklung lag im strukturellen Wandel des Dienstleistungssektors und wurde von einer sichtbaren Verödung des öffentlichen Raumes und der stadträumlichen Gestaltungsqualität begleitet.

Die aus diesem Abwärtstrend resultierenden Probleme wurden unter breiter bürgerschaftlicher Beteiligung und ehrenamtlichem Engagement intensiv im Quartier diskutiert. Um die festgestellten Handlungsbedarfe angehen und bewältigen zu können, wurde das Quartier Friedrich-Ebert-Straße 2008 in das Bund-Länder-Programm Aktive Kernbereiche aufgenommen. Mit dem Ziel der Aufrechterhaltung der Qualität von Innenstädten und Ortsteilzentren und der Belebung dieser sowie der Bewahrung der Identität und der Alleinstellungsmerkmale legte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung dieses Städtebauförderprogramm auf.

Gemeinsam erarbeiteten die beteiligten Akteurinnen und Akteure bis 2010 das Integrierte Handlungskonzept für das Fördergebiet. Dieses Handlungs- und Maßnahmenpaket bündelte insgesamt 44 Maßnahmen und sah vor, die umfangreichen Fördermittel aus dem Programm für unterschiedliche für das Quartier relevante Bereiche einzusetzen: Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Bildung, Stadtgestaltung, Verkehr, Freiraum und Quartiersimage.
Zusammen dienten die Maßnahmen dazu, das Quartier rund um die Friedrich-Ebert-Straße als Kernbereich des öffentlichen Lebens wieder zu festigen.

Um zu gewährleisten, dass Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und Dienstleistende sowie im Quartier beheimatete Institutionen ihre Wünsche und Ideen einbringen können, die verschiedenen Interessen und Schwerpunkte der Beteiligten berücksichtigt und Eigeninitiativen geweckt werden, wurde als zentrale Schnittstelle zwischen Quartier und Verwaltung das Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße sowie die vom Fördermittelgeber vorgesehene Lokale Partnerschaft Friedrich-Ebert-Straße installiert.

Daran anschließend erfolgte die sukzessive Umsetzung der Maßnahmen. Im Rahmen der beiden zentralen Baumaßnahmen von Aktive Kernbereiche Friedrich-Ebert-Straße wurde die Goethe-/Germaniastraße in den Jahren 2011/2012 zu einer attraktiven Promenade und ein Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße in den Jahren 2014/2015 zu einem attraktiven Boulevard umgestaltet. Bis Ende 2017 wurde der Platz der 11 Frauen an der Haltestelle Annastraße erstellt, bis Ende 2018 der Grünzug Motzberg neugestaltet und aufgewertet.

Mithilfe des Verfügungsfonds Friedrich-Ebert-Straße errichteten Quartiersvereine und -initiativen beispielsweise Infotafeln, die über die Geschichte des Quartiers informieren, richteten eine Büchertauschbörse und eine Gedenkstele für Literaten aus dem Quartier ein oder rüsteten die Straßenbahnmasten in der Friedrich-Ebert-Straße mit Befestigungselementen aus, sodass diese für eine Festbeleuchtung bzw. eine Beflaggung genutzt werden können.

Das Förderprogramm endet im Dezember 2019; das Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße wird geschlossen. Wichtige, während des Förderprogramms entwickelte Strukturen, wie beispielsweise das Quartiersmagazin mittendrin oder auch eine zentrale Quartiershomepage werden über das Ende des Förderzeitraums Bestand haben und Bürgerinnen und Bürgern für die Vernetzung und den Informationsaustausch weiterhin zur Verfügung stehen.

Homepage des Stadtbüros-Friedrich-Ebert-Straße: http://www.friedrich-ebert-strasse.net/